Liebe Leipzigerin, lieber Leipziger,

Sachsens Bildung ist in Gefahr. CDU und FDP haben dramatische Kürzungen an den Hochschulen beschlossen. Lehrkräfte werden arbeitslos und viele Fächer können nicht mehr angeboten werden.

Das bedeutet, daß die Studienbedingungen noch schlechter werden. Auch an Kita-Plätzen und Schulen mangelt es. Das darf nicht sein. Lassen Sie uns gemeinsam dafür kämpfen, daß jedes Kind und jeder junge Mensch die Chance auf eine gute Ausbildung hat – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Doch nicht nur Schüler und Studenten benötigen unsere Unterstützung. Armutslöhne und unsichere Beschäftigung nehmen zu in Sachsen. Große Konzerne wie Amazon nutzen das aus für billige Arbeitskräfte und Milliardenprofite. Wir benötigen ein gerechtes Steuersystem, das die Armen entlastet und Reiche und große Unternehmen zur Kasse bittet.

Als leidenschaftliche Gewerkschafterin und Aktivistin möchte ich mit Ihnen für Löhne kämpfen, von denen man leben kann, und gute Bildung für uns alle.

Ihre beiden Stimmen für mich und DIE LINKE sind Stimmen für soziale Gerechtigkeit.

Ihre Sophie Dieckmann.

Interview mit Leipzigs Neue

Schon einige Monate alt, aber immer noch aktuell ist mein Interview, das ich anläßlich des Internationalen Frauentags und der Stellenkürzungen an der Uni Leipzig in Leipzigs Neue gegeben habe.

Sophie Dieckmann, Chinawissenschaftlerin und derzeitige Geschäftsführerin von Die LINKE.SDS im Gespräch
Die LN-März-Ausgabe erscheint am Internationalen Frauentag. Hat dieser Tag für Sie eine Bedeutung?

Ich habe in meinem Leben diesen Tag eher als Relikt erfahren. Die Eltern erzählten mir davon, von der zu DDR-Zeiten üblichen Nelke, von den Prämien mit Umtrunk. Ich empfinde den Tag heute als relativ leblos. Das ist schade. Beim »Valentinstag«, wird mehr Aufriss gemacht für Blumen und Pralinen. Der 8. März bleibt ein wichtiges Datum, um auch daran zu erinnern, dass er eine wunderbare linke Tradition hat, die vor vielen Jahrzehnten durch die internationale Arbeiterbewegung begann.

Junge Frauen, Studierende sehen ihn durchaus wieder als Kampftag?

Das stimmt. Der SDS hat einen Frauenkampftag mit initiiert. Das ist schon nötig. Wir können da einerseits an die Traditionen anknüpfen, andererseits an kürzliche feministische Debatten, wie die »Aufschrei-Diskussion«, die die Medien und einige Männer, speziell Herrn Brüderle von der FDP, und natürlich uns Frauen bewegte. Dann die sogenannten »Slutwalks«, zu deutsch »Schlampenmärsche«, die 2011 in vielen Städten weltweit stattfanden und das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung von Frauen thematisiert haben. Es geschieht immer wieder, dass Frauen sexuell bedrängt werden und das damit begründet wird, dass sie kurze Röcke tragen. Egal, wie Frauen sich anziehen, sie haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Diese Beispiele sind sicher kleine aber durchaus wichtige Punkte, wo sich Frauen verstärkt artikulieren, daraus kann sich etwas Kämpferisches entwickeln.

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Gesprächsrunde mit den Landtagskandidaten im Leipziger Osten

Der Bürgerverein Sellerhausen-Stünz hat mich eingeladen, und ich komme gern. Am Donnerstag, 14.08. um 18 Uhr findet im Jugendclub Sellerhausen, Püchauer Str. 04 (neben REWE), eine Diskussionsrunde mit den Landtagskandidaten statt. Ich möchte meine Positionen darlegen und dafür werben, bei den Landtagswahlen DIE LINKE zu wählen. Kommen Sie doch auch und stellen Sie mir Ihre Fragen! Ihre Sophie Dieckmann

Bürgerforum in Paunsdorf zu Bildung und Wissenschaft

Am heutigen Dienstag, den 29.07. bin ich Jugend- und Altenhilfeverein in Paunsdorf um 18.30 Uhr zum Bürgerforum eingeladen, wo ich zusammen mit der langjährigen Stadträtin Margitta Hollick (Lehrerin) der Linksfraktion Leipzig über Bildung, Schulen und Hochschule in Leipzig und unsere Forderungen an die Landespolitik sprechen werde. Die Veranstaltung findet in den Räumen des Jugend- und Altenhilfevereins Paunsdorf e. V. in der Goldsternstr. 9 statt (zu erreichen über Heiterblickallee/ Kreuzdornstr. /ab Haltestelle „Am Vorwerk“ am Konsum) und Sie sind dazu recht herzlich eingeladen.

Rektorat der Uni Leipzig besetzt

rektorat

Sehr schön. Seit heute morgen ist das Rektorat der Universität Leipzig besetzt. Damit wollen die Studierenden auf die unerträglichen Stellenkürzungen an Sachsens Hochschulen protestieren, die vor allem die Uni Leipzig trifft und mehrere Institute an den Rand der Schließung treibt. Das bedeutet nicht nur, daß viele wichtige Fächer nicht mehr angeboten werden – beispielsweise ist die akut von der Schließung bedrohte Theaterwissenschaft die einzige in den gesamten neuen Bundesländern – sondern auch einen schweren Schlag für die Leipziger Kulturszene. Viele Kulturschaffende in Leipzig haben an der hiesigen Hochschule gelernt, so zum Beispiel der Intendant des Schauspielhauses Enrico Lübbe. Damit war die Theaterwissenschaft immer wichtiges Bindeglied zwischen Hochschule, Kulturszene und Schauspielschule.

Die Kürzungen werden aber nicht nur dramatische Auswirkungen auf die Studienbedingungen haben, sondern auch viele Arbeitsplätze am ohnehin schon völlig prekären Arbeitsplatz Hochschule kosten. Innerhalb weniger Jahre werden mindestens 1024 Menschen in Sachsen ihre Arbeit verlieren; mindestens, weil mit den 1024 gestrichenen Stellen sogenannte Vollzeitäquivalente gemeint sind. Da aber häufig halbe, Viertel- oder sogar Achtel-Stellen vergeben werden, sind in Wahrheit viel mehr Menschen betroffen.

Deswegen muß es dringend heißen: Rücknahme aller Kürzungen! Die Institute müssen alle bleiben! Solidarität mit der Besetzung des Rektorats!

Heute, am 14.7. – passenderweise am 225. Jahrestag des Sturms auf die Bastille – um 11 Uhr werden die Forderungen vor dem Rektorat (Ritterstr. 26, Innenhof) verlesen. Wer Zeit hat, möge vorbeikommen und sich den Protesten anschließen.

https://www.facebook.com/rektoratsbesuch
https://www.facebook.com/kuerzung
http://www.l-iz.de/Melder/Melder/2014/07/Uni-Leipzig-Friedliche-Rektoratsbesetzung-56265.html

Meine Rede zum Luxemburg-Liebknecht-Gedenken

BildRede anlässlich des 95. Jahrestags der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg vor dem Liebknechthaus Leipzig am 14.1.2014

Man muss doch geradezu die Augen schließen, um nicht zu sehen, dass die Rüstungen eine naturnotwendige Konsequenz der ganzen ökonomischen Entwicklung sind. Solange das Kapital herrscht, werden Rüstungen und Krieg nicht aufhören. Alle großen und kleinen kapitalistischen Staaten sind jetzt in den Strudel der Wettrüstungen gerissen. Es war immer das Vorrecht der Sozialdemokratie, dass sie mit ihren Bestrebungen nicht im Wolkenkuckucksheim wurzelte, sondern mit festen Füßen auf dem realen Boden stand. Wir haben bei allen Erscheinungen in der Politik immer gefragt, wie sich diese Erscheinungen mit der kapitalistischen Entwicklung vereinbaren. Wie haben wir doch über die bürgerlichen Friedenspolitiker gelacht, diese guten Leute und schlechten Musikanten. Es ist eine hoffnungslose Utopie, zu erwarten, dass durch unsre Propaganda für die Abrüstung die kapitalistischen Staaten aufhören werden zu rüsten. Die Rüstungen sind eine fatale Konsequenz der kapitalistischen Entwicklung, und dieser Weg führt in den Abgrund.“

Liebe Genossinnen und Genossen,

das sind Worte, die Rosa Luxemburg am 17. Mai 1913 im Felsenkeller an die Leipziger Arbeiterinnen und Arbeitern richtete. Sehr klug und weitsichtig analysierte sie damals die außenpolitischen Konstellationen, in denen sich die imperialistischen Mächte ihrer Zeit befanden. Sie prophezeite, daß sich die imperialistischen Staaten in eine Lage manövriert hatten, in der ein weltumspannender Krieg sehr wahrscheinlich wurde. Aber nicht nur das. In ihrer Rede deutet sie an, was ein Jahr später zur traurigen Wirklichkeit wurde. Die Zustimmung der SPD zu den Kriegskrediten läutete den Verrat der SPD-Führung an der Revolution und der Arbeiterklasse ein, der letztlich Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht das Leben kosten sollte.  Weiterlesen